Supply-Side Platform (SSP)
Eine Supply-Side Platform (SSP) ist eine Software, die Publisher nutzen, um Werbeinventar programmatisch zu verkaufen und den Ertrag über Exchanges und Käufer hinweg zu maximieren.

Eine Supply-Side Platform (SSP) ist eine Software, die Publisher und App-Betreiber nutzen, um ihre Werbeinventare programmatisch zu verkaufen. Sie verbindet jeden verfügbaren Impression in Echtzeit mit Ad Exchanges, Käufern und Bidding-Systemen, um den höchsten Preis zu erzielen. Sie ist das Pendant auf der Publisher-Seite zur Käuferseite des programmatischen Handels.
So funktioniert es#
Wenn ein Nutzer eine Seite oder einen App-Bildschirm mit einem Werbeplatz lädt, verpackt die SSP des Publishers diesen Impression zusammen mit Kontext- und Zielgruppensignalen und bietet ihn dem offenen Markt an. Die SSP schaltet sich in eine oder mehrere Exchanges ein, führt den Verkauf über Real-Time Bidding (RTB) durch, sammelt Gebote von Käufern und vergibt den Impression an den Gewinner – alles innerhalb von Millisekunden, bevor die Seite fertig gerendert ist.
Warum es wichtig ist#
Die Kernaufgabe einer SSP ist die Yield-Optimierung: Sie legt Preisuntergrenzen fest, verwaltet, welche Nachfragepartner kaufen dürfen, und setzt Brand- und Qualitätskontrollen durch, damit Publisher nicht gezwungen sind, niedrige Gebote oder unsichere Anzeigen zu akzeptieren. Im Native-Ökosystem fungieren Netzwerke wie Taboola und Outbrain als kombinierte SSP- und Exchange-Schichten für die Publisher, die ihre Empfehlungs-Widgets betreiben.
Eine SSP steht gegenüber der Demand-Side Platform (DSP), die Käufer vertritt, und transaktioniert typischerweise über eine Ad Exchange, die beide Seiten zusammenbringt. Zusammen bilden sie die zentrale Infrastruktur der Ad Supply Chain.
Verwandte Begriffe: Demand-Side Platform (DSP), Ad Exchange, Real-Time Bidding (RTB) und Ad Supply Chain.


